Blog

Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eigentlich?

Eine Firma organisiert Strukturen, die der Gesundheitsförderung, der Gesundheitserhaltung, der Motivation und Leistungsbereitschaft sowie der Zufriedenheit des einzelnen Mitarbeiters dienen.

Diese Aufgabe obliegt den Führungskräften eines Betriebes und wird von internen Arbeitsgruppen und/ oder externen Beratern unterstützt.

Folgendes Beispiel zeigt einen möglichen Ablauf eines betriebliches Gesundheitsmanagements:

  • Beauftragung eines externen Beraters
  • Terminplanung Auswahl der Analyseinstrumente
  • Auswertung und Interpretation der Analyse
  • Festsetzung von Zielen
  • Regelmäßige Evaluation der Ergebnisse und Ziele
  • Aufbau von erhaltenden Strukturen

Und was ist Betriebliche Gesundheitsförderung?

Gesundheitsförderung erfährt jeder einzelne Mitarbeiter oder eine Mitarbeitergruppe in ausgewählten Fördermaßnahmen.
Nach der Analyse der gegebenen Mitarbeitersituationen werden Förderangebote je nach Zielsetzung individuell zusammengestellt.

Beispiele für Förderangebote:

  • Gesundheitliche Aufklärung
  • Abbau und Lenkung von Stress
  • Zeitmanagement
  • Arbeitsplatzstrukturen
  • Entspannung
  • Ernährung
  • Fitness
  • Teamwork

Was ist an einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement Persönlich?

Betriebliches Gesundheitsmanagement darf auch immer ganz persönlich sein und den Einzelnen im Mittelpunkt sehen, eine nicht immer ganz leichte, aber wichtige Aufgabe.

Der Mitarbeiter, der am „schlechtesten funktioniert“, benötigt eine individuelle und besonders gute Förderung.

Ist BGM nicht purer Luxus?

Der Krankenstand, der bei den gesetzlichen Krankenkassen gemeldet wurde, nahm von 1995, ca. 5,1%, bis 2006 stetig ab und betrug 2006 ca. 3,2%.
Seit 2006 steigt er wieder kontinuierlich an, 2010 betrug er rund 3,7%.
Während die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage pro 100 Arbeitnehmer 2006 noch bei ca. 1200 lag, liegt sie 2009 bereits bei 1415, Tendenz steigend.
(Quelle: Fehlzeiten-Report 2011, Springer Verlag, Seite 389)

Das heißt, dass jeder Arbeitnehmer schon im Jahr 2009 ca.14 Arbeitstage fehlte oder 6,4% seiner Arbeitszeit ( bei 220 Arbeitstagen im Jahr) nicht produktiv war, obwohl er von Ihnen bezahlt wurde. Tendenz steigend.

Ist BGM wichtig für meine Firma?

Dieses sind einige Beispiele, für die das BGM geeignete Lösungen findet:

  • Routinearbeiten werden unkonzentriert erledigt.
  • Ihre Mitarbeiter werden den Anforderungen nicht mehr gerecht, die Arbeit wird nicht rechtzeitig oder fehlerhaft fertig gestellt.
  • Ein Team arbeitet nicht zusammen, sondern gegeneinander und damit unwirtschaftlich.
  • Die Mitarbeiter sind häufig krank und immer dann, wenn viel Arbeit anliegt.
  • Die Unfallzahlen sind unakzeptabel.
  • Gute Mitarbeiter gehen zu früh in Rente.

Als Instrument der modernen Personalführung ist BGM aber nur zielführend, wenn es konsequent durchgeführt wird. Halbherzige Maßnahmen dienen so wenig, wie ein Tag Diät beim Abnehmen.

Engagiertes BGM führt zu engagierten Mitarbeitern, steigert die Produktivität der Firma und letztendlich deren Gewinn.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *